Jeder Raubfischangler kennt das Problem mit den Köderfischen. Man möchte einen tollen Angeltag am Wasser verbringen, das Wetter ist bestens, die Stimmung ist toll und die Fangaussichten sind gut. Doch man benötigt noch einige Köderfische für den Ansitz auf Zander oder Hecht. Leider sind Köderfische speziell in Gewässern mit einem guten Raubfischbestand an manchen Tagen sehr schwer zu fangen. Hat das Angelgeschäft geschlossen und auch kein befreundeter Angler am See einige Köderfische übrig, so kann das Angeln auf Köderfisch zu einer Nervensache werden. Konnte man noch vor wenigen Tagen einen Köderfisch nach dem anderen an den Haken locken, sieht es heute so aus als wären alle Kleinfische verschwunden, kein Barsch, keine Plötze und keine Laube.

Köderfischvorrat anlegen
In einer solchen Situation kommt man sehr schnell auf den Gedanken sich an Tagen, an denen sich die Köderfische sehr leicht fangen lassen, einen Vorrat anzulegen und diesen an anderen Angeltagen zu verwenden. Doch wie „lagert“ man denn die Köderfische? In Deutschland ist das Angeln mit lebenden Köderfischen verboten, daher scheint es am einfachsten die Kleinfische direkt nach dem Fang zu töten und einzufrieren. So können die Köderfische einfach in der Gefriertruhe gelagert werden. Doch dies bringt einen entscheidenden Nachteil mit sich. Köderfische die bereits eingefroren waren haben ein viel weicheres Fleisch und halten daher nicht mehr so gut am Haken. Speziell bei kräftigeren Würfen fallen die Köder dann häufig vom Haken, daher benötigt man einer bessere Möglichkeit die Köderfische aufzubewahren.

Hälterung im Aquarium
Die beste Möglichkeit Köderfische aufzubewahren ist wohl die Hälterung im Aquarium. Auch wenn diese Möglichkeit etwas aufwändiger ist, liefert sie stets frische Köderfische für den Angeltag. Am besten verwendet man dazu 200 Liter Aquarien, wie man sie in Kleinanzeigenportalen für wenige Euro bekommt. Bei einer solchen Hälterung und dem Hohen Besatz im Aquarium wird das Wasser sehr schnell verunreinigt. Daher ist eine sehr hochwertige und gut dimensionierte Filteranlage unbedingt notwendig. Der Filter sollte gelegentlich gereinigt werden und das Wasservolumen mindestens in 30 Minuten einmal komplett umgewältzt haben. Neben der Filteranlage ist auch ein regelmäßiger Teilwasserwechsel notwendig. Aller 2-3 Tage sollte daher ein Drittel des Wassers entnommen und durch frisches Leitungswasser ersetzt werden. Einige robuste Schwimmpflanzen schaffen den Fischen Unterstände, allerdings werden diese teilweise auch von den Fischen gefressen. Unbestritten ist die Pflege des Aquariums mit einem gewissen Aufwand verbunden, doch dafür hat man bei jedem Angelausflug frische Köderfische zur Verfügung.